FAQ

Februar 13th, 2008 von kickoff

Webradio, was ist das?

Ein Webradio ist die wohl preiswerteste Möglichkeit, viele Hörer eines „Radio“-Programms, ohne großen technischen Aufwand, zu erreichen. Dank des Internets ist es unerheblich, wo man sich die Sendung anhören möchte, ob in Hamburg, Stuttgart oder Köln. Das kann keine Radiostation leisten, zumindest nicht preiswert.

Wie kann ich Euch hören?

Das Webradio radio.monarchs.de ist eigentlich mit jeder Grundausstattung eines Rechners empfangbar. Zumindest wenn man den Rechner nicht nur als Schreibmaschiene nutzt. Auf dem Mac gibt es iTunes. Auf dem PC sind es Winamp oder RealOne oder …

Der Stream ist unter http://www.onlinestream.de:6440/listen.m3u erreichbar.

Was braucht man, um aus einem Stadion zu senden?

Grundvoraussetzung ist die Erlaubnis des Stadionbesitzers (logisch) und eine Verbindung zum Internet. Die Verbindung wird in den meisten Fällen über UMTS laufen, außer man kann auf einen ISDN-Anschluss im Stadion zurück greifen. Wenn das abgeklärt ist, bedarf es „nur“ noch der entsprechenden Sendetechnik. Das heißt im einfachsten Fall, ein Notebook mit Kopfhörern und einem Mikrofon.
Die erste Ausbaustufe ist ein Mischpult und Headset’s für die Moderatoren. Wir fangen dazu noch die Stadiongeräusche ein und mischen noch ein paar Einspieler von einem MD-Player (für Interviews, Jingle) darunter.

Natürlich ist auch ein Internetserver notwendig, der den Stream verteilt. Unser Server steht bei onlinestreams.de. Würden alle unsere Hörer versuchen, sich mit dem Notebook zu verbinden, würde die Leitung glühen. Das heißt, wir senden zum Server und der verteilt es dann an alle, die es hören wollen.

Klingt interessant, nun will ich es aber genau wissen?

Da wir von Anfang an auf eine offene Technik setzen wollten, kam für uns nur Shoutcast in Frage. Für diese Software ergibt sich folgendes Sende-Szenario:

  • Abgreifen des Line-In in Winamp, dafür benötigt:
  • Ausgabe ins Netz mit Shoutcast, dafür benötigt:
  • optional können noch allerlei nützliche Sachen gemacht werden bspw. ein Mitschnitt, dafür benötigt:

Als Bandbreite verwenden wir 32 kBit/s. Das ist ausreichend für einen Radio-Mono-Stream und deckt jede Art von „Empfänger“ (von Modem bis DSL) ab. Wer will, kann mit Shoutcast auch mehrere Streams mit unterschiedlichen Qualitäten absetzten.

Auf dem Server wird Shoutcast-Server (www.shoutcast.org) und eine entsprechend freigeschaltene Firewall benötigt. Das Programm ist recht einfach. Als Server-Administrator die Software in ein Verzeichnis spielen, konfigurieren (einzig Passwort setzten und Hörerlimit, Rest nur für Ambitionierte User) und starten.

Bis zur Saison 2004 haben wir unseren eigenen Server betrieben. Leider fing der mitten in der Saison an instabil zu werden. Zweimal saßen wir schwitzend im Stadion und die Kiste sagte kein Mucks mehr. Daher haben wir uns für den kommerziellen Anbieter www.onlinestreams.de entschieden.
Damit reduziert sich der Stress vor der Sendung auf das Wesentliche, wie gerissene Kabel, Stau auf der Autobahn und ähnliches 😉

UPDATE 2005
Mittlerweile haben wir der kostenfreien Broadcast-Lösung abgeschworen und setzen ein kommerzielles Produkt ein. Mit SimpleCast von SpacialAudio gibt es eine fertige Lösung für die meisten Probleme. Selbst das separate HQ-Backup bekommt man durch einen parallelen Stream zu einem lokalen Shoutcast-Server hin.

Wieviel Traffik entsteht eigentlich?

Die Rechnung basiert auf unserer Bandbreite (32 kBit/s) und lässt sich sehr einfach auf jede beliebige anpassen.

d.h. (Bandbreite/8) * Zeit * Anzahl Höhrer = Traffic

im Konkreten:

32.000 / 8 * (3.600 * 3) * 300 = 12,4 Gbyte

Somit fallen bei 300 gleichzeitigen Hörern in 3 Stunden 12,4 Gbyte an. Pro Hörer sind’s rund 41,2 Mbyte.

Wie ist eure Erfahrung mit UMTS?

Seit wir Vodafone nutzen (leider bekommen wir kein Sponsoring von denen) haben wir keinerlei Probleme mehr. Alle Stadien sind so gelegen, dass ein D2-Netz in guter Qualität anliegt. Unsere Erfahrungen der letzten Jahre:

Stadion Erfahrung
Dresden: Heinz-Field UMTS gut; keine Kabine (aber genug Platz)
Stuttgart: Gazi-Stadion UMTS gut; kleine Kabine
Hamburg: eVendi Arena UMTS gut; kein Dach – daher Regenrisiko; langes Stromkabel empfehlenswert
Braunschweig: Stadion Hamburger Strasse ISDN; kleine Kabine; keine Probleme
Berlin: Friedrich-Ludwig-Jahnstadion UMTS gut; keine Probleme
Düsseldorf: Kleine Kampfbahn nur D2-UMTS gut; sehr sehr langes Stromkabel empfehlenswert; sitzt man unterm Dach, vertsteht man seine eigene Stimme nicht mehr
Köln: Südstadion UMTS gut; Empfehlung: gute Krankenversicherung, die Dach-Reporter-Kabine mussten wir bei einem heftigen Gewitter erleben
Schwäbisch Hall: Hagenbachstadion nur D2-UMTS; „hinterm Berg“ liegt das Stadion offenbar in einem e-plus Funkloch;
ausserdem sollte man mit einem transportablen Hochsitz anreisen und eine Regenvariante einplanen

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